Altersvorsorge – Sparbeitrag in 10 Sekunden berechnen

Altersvorsorge ist wichtig und wenn wir nichts unternehmen, werden wir es nach dem Arbeitsleben finanziell sehr schwer haben. Bei dieser Erkenntnis sind wir wohl mittlerweile alle angelangt.

Bei der Frage nach dem „wie viel muss ich denn sparen?“ schaut man meist in ratlose Gesichter.

Ich zeige euch hier auf, wie ihr in 10 Sekunden mit einer absolut einfachen Berechnung eine zukunftssichere Sparrate ermitteln könnt.

 

Das ganze Geheimnis lautet

10% des Bruttoeinkommens

 

Ja richtig, so einfach ist es!

Spart ihr jeden Monat 10% eures Bruttoeinkommens für eure Altersvorsorge, dann werdet ihr mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit im Rentenalter mit dem gleichen Lebensstandard leben können wie zu eurer Berufstätigkeit.

Zwei Themen gibt es hierbei zu bedenken:

Eigene Immobilie

Habt ihr eine Immobilie gekauft, ist dies ein Teil eurer Altersvorsorge. Da eine Immobilie aber immer auch Kosten verursacht, solltet ihr nur die Hälfte der Finanzierungsrate als Beitrag zur Altersvorsorge anrechnen. Habt ihr die Immobilie zu zweit gekauft, dann rechnet ihr für jeden ein Viertel der Rate an.

spät gestartet?

Die 10%-Regel funktioniert nur, wenn ihr damit direkt nach dem Start ins Berufsleben beginnst. Beginnt ihr später, solltet ihr die vergangenen Jahre nachholen. Hierzu rechnet ihr einfach aus, was ihr auf Basis eures damaligen Bruttoeinkommens hättet sparen müssen. Diese Summe teilt ihr dann auf die noch verbleibende Zeit bis zum voraussichtlichen Renteneintritt auf.

 

Natürlich wird es immer Leute geben, die euch sagen, dass diese Regel viel zu ungenau ist. Sie ist auch nicht sonderlich genau und kann nicht jedes Detail eures Lebens berücksichtigen. Dennoch ist es besser, sich an die 10%-Regel zu halten, als aus Unwissenheit gar nichts oder zu wenig zu sparen.

Die Alternative ist eine detaillierte Berechnung eurer Rentenlücke im Alter. Hierbei muss dann z. B. berücksichtigt werden:

  • bereits vorhandene Ersparnisse
  • aktuelles Einkommen
  • voraussichtliches letztes Einkommen vor der Rente unter Berücksichtigung von eventuellen Lohnsteigerungen
  • Inflation
  • tatsächlicher Finanzbedarf im Rentenalter
  • voraussichtliche Rendite eurer Investitionen/Sparverträge

Dies zu berechnen, bedarf einer tiefgreifenden Analyse. Insbesondere die Berücksichtigung von Gehaltssteigerungen und Inflation ist aufwändig. Ich habe bisher im Internet kein Berechnungstool finden können, dass alle oben stehenden Aspekte berücksichtigen kann. Im Selbstversuch habe ich dann die Tools mehrerer Internetseiten und ihrer Rechner miteinander kombiniert, um zu einem brauchbaren Ergebnis zu kommen. Eine interessante Erkenntnis daraus war, dass das Ergebnis sehr nah an der 10%-Regel lag.

Wenn ihr euch ein wenig mit dieser Thematik beschäftigt und euch Zeit nehmt, könnt ihr also auch selbst eine detaillierte und belastbare Berechnung anstellen. Und bis dahin fangt ihr mit der 10%-Regel einfach schon mal an, um keine Zeit zu verlieren 😉

Fällt es euch schwer, die 10% aufzubringen, dann schaut euch doch einmal eure Ausgaben näher an. Vielleicht lässt sich an anderer Stelle Geld einsparen, um es hier sinnvoll zu investieren. Wie du deine Einnahmen und Ausgaben ermittelst und optimierst, habe ich hier beschrieben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.